Abend voller Energie: Der Rockchor begeistert sein Publikum!
Am vergangenen Wochenende fanden - bestuhlt am Freitag und mit Stehplätzen am Samstag - zwei Konzerte des RockChor Speyer in der Stadthalle in Speyer statt.
Der RockChor Speyer trat am Freitag und am Samstag vor insgesamt etwa 900 Besuchern in der Stadthalle auf. Flyer versprachen tolle, energiegeladene und unvergessliche Auftritte. Der RockChor hat seine Versprechungen erfüllt.
Die vierköpfige Band bestehend aus Gerald Sänger an der Gitarre, Barny Hoffmann am Bass, Claus Müller am Schlagzeug und Peter Antony an den Keyboards schufen mit den markanten Rhythmen von „Child’s Anthem“ (Toto) den passenden Hintergrund für den Aufmarsch der beinahe 80 Chormitglieder. Schwarze Kleidung kombiniert mit individuellen und passenden Accessoires, wie Ketten, Nieten oder Over-Knee-Stiefeln, erzeugten ein stimmiges Bild auf der Bühne.
Das Publikum hieß am Samstag bereits die Band mit begeistertem Klatschen willkommen und war bereit für die Party. Chor und Publikum begrüßten mit lebhaftem Applaus den neuen Chorleiter, Carlos Trujillo, der den Chor seit Juli letzten Jahres leitet und mit sehr viel Charme sowie Humor durchs Programm führte.
Lieder wie „Run to You“, Nothing Else Matters” und “Music” sowie „Every Breath You Take“ waren einige der Höhepunkte des ersten Abschnitts. Wohltuend war die Präsenz der Männerstimmen vor allem bei „Music“ und „Nothing Else Matters“. Der RockChor verstand es, leidenschaftliche und gefühlvolle Passagen überzeugend zu präsentieren und dabei den Kontakt mit dem Publikum zu suchen. Der Tontechnik gelang es, Band und Chor gut auszubalancieren und stimmungsvolle Lichttechnik rundete das Zusammenspiel optisch ab.
Selten zu hören ist „Paradise by the Dashboard Light“, das mit über acht Minuten Länge am Ende des ersten Abschnitts stand. Ein tolles Arrangement gepaart mit einem lebendigen Dialog zwischen Männern und Frauen auf der Bühne. Beste Unterhaltung!
Nach gut zwanzig Minuten Pause kam der Chor zu „Sylvia“ von Focus wieder auf die Bühne, um mit „I’m Still Standing“ gleich eine markante Aussage zu treffen. Die dann folgende „Bohemian Rhapsody“ war nicht neu im Programm, schaffte es aber an beiden Abenden, besondere Begeisterung beim Publikum auszulösen. Weitere Highlights im zweiten Abschnitt waren „Over the Hills“, November Rain“, „I Gotta Feeling“ und „Verdamp Lang Her“.
Mit emotionalen Kommentaren und offenkundiger Begeisterung für die Musik schuf Carlos Trujillo eine besondere Beziehung zum Publikum und konnte es zum Mitmachen und Mitsingen bewegen. Alle Beteiligten hatten Spaß an den Abenden und so war es kein Wunder, dass unmittelbar nach der letzten Note von „Don’t Pay the Ferryman“ stürmisch nach Zugaben verlangt wurde. Nach „Have a Nice Day“ wurde dann von Trujillo auf charmante Art als zweite Zugabe eine sanfte Ballade für den Heimweg angekündigt. Diese entpuppte sich zur Freude des Publikums als „Smoke On the Water“ und damit eher als genaues Gegenteil des Angekündigten. Kurz nach 23 Uhr war der Auftritt zu Ende und überall waren glückliche Gesichter zu sehen.
Von einem etwa 80-jährigen Besucher wird nach dem Stehplatz-Konzert am Samstag berichtet, dass er das Konzert toll fand und der Ansicht ist, dass Rockkonzert und Stühle nicht zusammenpassen. Die Musik hält jung

